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Guitars & Art - The Vintage Guitars

Von Dirk Conrads

Vintage Gitarren sind der Inbegriff für jeden Sammler, Gitarren - Fan und Musiker. Je älter die Gitarren sind, umso teurer werden sie meistens. Gebrauchsspuren sind dabei willkommen. Aber was eine Vintage Gitarre schließlich ausmacht, sind die "Zutaten" wie Verarbeitung, Hölzer, Lacke und Bauteile.

Googelt man den Begriff "Vintage - Gitarre",  stößt man auf eine Beschreibung im Internet:

"Die Bezeichnung Vintage wird bei Musikinstrumenten, die in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg hergestellt wurden, häufig als werbender Marketingbegriff verwendet, der auf einer Bevorzugung bestimmter klanglicher Eigenschaften basiert. Diese Klangeigenschaften sind ungenau definiert und stehen häufig im Zusammenhang mit dem musikalischen Schaffen populärer Künstler aus dieser Zeit. Folglich ist Vintage zwar ein markttechnischer Begriff, er bezieht sich jedoch auf rein geschmackliche Vorlieben und häufig auf das musikalische Schaffen einer bestimmten Periode. Bei Musikinstrumenten meint Vintage besonders ausgesuchte alte Jahrgänge oder aber ältere, besonders erlesene Einzelinstrumente oder Baureihen. Oft wird in diesem Zusammenhang jedes alte Instrument als „Vintage“ bezeichnet; dies ist aber ein falscher Gebrauch des Begriffes."

Soweit die Beschreibung im Internet. Tatsache ist aber, dass für den Body der Vintage Gitarren Hölzer benutzt wurden, die heute nicht mehr verfügbar sind oder unter Naturschutz stehen. Da der Body der Gitarre für das Schwingungsverhalten entscheidend ist, spricht man gerne auch von Tonhölzern. Man benutzte für die Gitarren nur Hölzer, die 20, 30 oder sogar mehr Jahre abgelagert und getrocknet wurden. Heute werden die Hölzer für die Serienproduktion überwiegend maschinell getrocknet und das innerhalb kürzester Zeiten.

Die Verarbeitung der Hölzer, das "Shaping", geschah mittels einer Schablone noch von Hand. Entsprechende Werkzeuge und Schablonen wurden auf der Vintage - Show zum Kauf angeboten. In den 50iger und 60iger Jahren hat sich das "Shaping" permanent verändert. So wurden auch verschiedene Hölzer verwendet, wie zum Beispiel Erle, Esche, Sumpfesche, Ahorn, Palisander und Mahagoni. Diese Handarbeit war auch für die gewaltigen Unterschiede in Gewicht und Ton verantwortlich.

Bei der Lackierung der Gitarren wurde Nitrolack verwendet. Diese Art von Lack ist sehr weich und das Holz kann unter der Lackierung weiter arbeiten. Deshalb gibt es auch die markanten Lackrisse bei alten Gitarren. Nitrolack ist heute aus Gesundheitsgründen verboten und auch die Verarbeitung der Hölzer für den Body geschieht maschinell. 

Für den Gitarrenhals / Griffbrett wurde gerne Brazilian Rosewood, bei uns als Palisander bekannt, verwendet. Heute steht das Holz unter Naturschutz. Auch die Pickups sind wichtig bei Vintage Gitarren. Fender benutzte seinerzeit schon Magnete für die PU´s aus ALNICO V, einer Legierung aus Eisen, Aluminium, Nickel, Kupfer und Cobalt. Man unterscheidet bei Tonabnehmern zwischen Single - Coil (Einzelspule) und Humbuckern (Doppelspule).

Auch die Materialien der Bridge, Tremolo und den anderen Bauteilen dieser Gitarren sind entscheidend. All diese "Zutaten" zusammen machen die Faszination und den Ton einer Vintage Gitarre aus.

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